Stichwortsuche

A

Altersguthaben  Altersgutschriften Aufsichtsbehörde  Auskunftspflicht  Austrittsleistung  Autonome Kasse

 

B

Barwert  Beitragsbefreiung  Beitragsprimat  Bonität der Vorsorgeentrichtung BVG

 

D

Deckungsgrad  Destinatär

 

F

FER26, Rechnungsbelegung  Finanzielle Mittel  Freiwilliger Einkauf  Freizügigkeitsleistung  Freizügigkeitspolice  Freizügigkeitsstiftung

 

G

Gemeinschaftsstiftung  Goldene Regel

 

H

Hintrerlassene, Hinterbliebene

 

I

Invalidenrentner

 

K

Koordinationsabzug

 

L

Leibrente  Leistungsprimat

 

P

Paritätisches Organ  Pensionskasse

 

R

Reglement der Vorsorgeeinrichtung Rentner  Revisionsbericht

 

S

Sammelstiftung  Schwankungsreserven  Sicherheitsfonds  Sparkapital 

U

Überlebender Ehegatte  Umlaufvermögen (z.B. AHV)

 

V

Vermögen  Versicherungsgericht

 

Altersguthaben
Summe der angesammelten Altersgutschriften inklusive Freizügigkeitsleistungen und Zinsen.


Altersgutschriften
Jährliche Gutschrift auf dem Alterskonto, die nach Alter gestaffelt und in Prozenten des versicherten Lohnes bestimmt ist.

Aufsichtsbehörde
Die Aufsichtsbehörde ist gemäss BVG vorgesehen. Sie muss eine zentrale, kantonale Instanz sein, welche unter der Oberaufsicht des Bundesrates steht. Sie kann gewisse Aufgaben auch anderen Kantons- oder Gemeindeinstanzen übertragen. Die Aufsichtsbehörde ist kein Organ der Vorsorgeeinrichtung und hat nicht die Befugnis, eine Vertretung in der Vorsorgeeinrichtung oder Teilnahme an ihrer Verwaltung zu verlangen. Die Aufsichtsbehörde kann Weisungen erlassen, insbesondere betreffend die Vermögensverwaltung. Sie ist auch befugt, Klagen von Destinatären entgegenzunehmen, wenn die Organe der Vorsorgeeinrichtung willkürlich handeln.


Auskunftspflicht
Pflicht des Versicherten, der Kasse alle Auskünfte zu erteilen, die für die korrekte Anwendung des Reglementes erforderlich sind, wie Familienverhältnisse, gesetzliche oder vom Versicherten freiwillig übernommene Unterhaltspflichten, Gesundheitszustand, Bereitschaft sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.


Austrittsleistung
Reglementarische Leistung, die einem Versicherten gewährt wird, der aus der Personalvorsorgeeinrichtung austritt (auch "Freizügigkeitsleistung" genannt).


Autonome Kasse
Selbstverwaltete Kasse, das heisst Institution mit eigener Organisation und Verwaltung.


Barwert
Der Barwert in einem bestimmten Zeitpunkt entspricht dem Wert, der dann als verzinsliches Kapital vorhanden sein muss, um daraus später zu erwartende Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Beitragsbefreiung
Im Falle einer Invalidität finanziert die Vorsorgeeinrichtung die Prämien für die Altersrente. Somit ist die betroffene versicherte Person von der Leistung der Sparbeiträge befreit und erhält dennoch später eine Altersrente.


Beitragsprimat
Im Falle einer Invalidität finanziert die Vorsorgeeinrichtung die Prämien für die Altersrente. Somit ist die betroffene versicherte Person von der Leistung der Sparbeiträge befreit und erhält dennoch später eine Altersrente.


Bonität der Vorsorgeentrichtung
Bonität ist bei einer Vorsorgeeinrichtung dann gegeben, wenn Sicherheit, genügender Ertrag der Anlagen und eine angemessene Verteilung der Anlagerisiken sowie die Deckung des voraussehbaren Bedarfes an flüssigen Mitteln gewährleistet sind.

BVG
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Obligatorische Mindestleistungen.


Deckungsgrad
Der Deckungsgrad ist das Verhältnis zwischen vorhandenem Vermögen (inkl. Überschüsse und Kursschwankungsreserven) und Verpflichtungen für die Aktiven und Rentner. Bei einem Deckungsgrad von z.B. 105 % bestehen 5 % Reserven.


Destinatär
Versichertes Mitglied einer Vorsorgeeinrichtung.


Effekten
Wertpapiere (Aktien, Partizipationsscheine, Obligationen, usw.) die vertretbar sind, da sie in grösserer Zahl und gleicher Art ausgegeben werden; sie eignen sich daher besonders für den Börsenhandel.


Finanzielle Mittel
Die finanziellen Mittel einer Vorsorgeeinrichtung sind Werte, über die sie kurz-, mittel- und langfristig verfügen kann. Diese Werte figurieren unter den Rubriken der Aktiven der Bilanz. Um die tatsächliche finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtung zu kennen, muss man auch die Passiven der Bilanz berücksichtigen, unter denen die Schulden, die Verpflichtungen und das freie Kapital einzeln figurieren.


Freiwilliger Einkauf
Um die gemäss Reglement maximal möglichen Leistungen zu erreichen, können aktive Versicherte sich durch eine einmalige Zahlung oder durch monatliche Teilbeträge in eine Vorsorgeeinrichtung ein- oder zurückkaufen. In der Regel kann die einbezahlte Summe vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, allerdings gibt es hier Einkaufsbegrenzungen und die vorgängige Rücksprache mit der zuständigen Steuerbehörde ist ratsam.


Freizügigkeitsleistung
Reglementarische Leistung, die einem Versicherten gewährt wird, der aus der Personalvorsorgeeinrichtung austritt.


Freizügigkeitspolice
Mit einer Freizügigkeitsleistung als Einmaleinlage errichtete, prämienfreie Versicherung bei einer Versicherungsgesellschaft oder beim Pool Schweiz. Lebensversicherungsgesellschaften. Rückkauf nur bei Erbringung in eine Personalvorsorge-Einrichtung möglich bzw. in den gesetzlich zugelassenen Fällen. Die Freizügigkeitspolice darf nun auch bei einer Gemeinschaftsstiftung oder einer öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtung abgeschlossen werden.


Freizügigkeitsstiftung
Einrichtung der Bank mit dem Zweck, das durch Freizügigkeit anfallende Vorsorgekapital steuerfrei zu günstigen Bedingungen anzulegen und zu verwalten.


Gemeinschaftsstiftung
Eine Gemeinschaftsstiftung ist eine Stiftung für verschiedene Unternehmungen, die durch bestimmte Gemeinsamkeit miteinander verbunden sind und die ihren Arbeitnehmern eine einheitliche Vorsorge bieten möchte. Das typische Merkmal dieser Stiftung ist, dass die Organisation, der Versicherungsplan und die Rechnungsführung einheitlich geregelt sind.


Goldene Regel
Bei der goldenen Regel wird von der Annahme ausgegangen, dass die Geldentwertung im gleichen Verhältnis zunimmt wie die Verzinsung der Altersguthaben.
Hinterlassene, Hinterbliebene
Personen, die bei Tod des Versicherten (Aktive oder Pensionierte) Anspruch auf eine Leistung der Vorsorgeeinrichtung haben, grundsätzlich weil der Verstorbene für deren Lebensunterhalt ganz oder zu einem wesentlichen Teil aufgekommen ist. Umfasst Witwe, Witwer, geschiedene Ehefrau, Waisen.

Hinterlassene, Hinterbliebene

Personen, die bei Tod des Versicherten (Aktive oder Pensionierte) Anspruch auf eine Leistung der Vorsorgeeinrichtung haben, grundsätzlich weil der Verstorbene für deren Lebensunterhalt ganz oder zu einem wesentlichen Teil aufgekommen ist. Umfasst Witwe, Witwer, geschiedene Ehefrau, Waisen.


Invalidenrentner
Person, die aus gesundheitlichen Gründen arbeits- oder erwerbsunfähig geworden ist und deshalb von der Vorsorgeeinrichtung eine Rente bezieht.


Koordinationsabzug
Gemäss Gesetz sind nur Lohnanteile zwischen CHF 19'350 und CHF 77'400 im BVG versichert. Als Koordinationsabzug werden CHF 22'575 vom gemeldeten Bruttolohn des Versicherten abgezogen. Der gemäss BVG maximal versicherbare Lohn beträgt somit CHF 54'825 (CHF 77'400 abzüglich CHF 22'575). Lohnbestandteile über dem BVG-Maximum oder unter CHF 19?350 können freiwillig (überobligatorisch) versichert werden.

Leibrente

Rente, zahlbar bis zum Todesfall des Versicherten.


Leistungsprimat
Wir sprechen von einer Vorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat, wenn die Art und Höhe der Vorsorgeleistungen im Reglement festgelegt ist (in festen Frankenbeträgen oder in Prozenten einer Bezugsgrösse) und daraus individuell oder kollektiv die Höhe der Beiträge ermittelt wird.

 

Obligationen
Als Wertpapier ausgestaltete Schuldverpflichtung mit festem oder variablem (indexiertem) Zinssatz und gegebener Laufzeit (fester Fälligkeit). Die häufigsten Formen in der Schweiz sind die Anleihensobligationen, die mit erfolgter Kotierung börsengängig sind (Laufzeit mindestens 8 Jahre), und die von den Banken laufend ausgegebenen, an der Börse nicht handelbaren Kassenobligationen (Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren).


Optionsanleihe
Anleihensobligationen mit Optionsschein, der eine Umwandlung in Aktien oder Partizipationsscheine ermöglicht. Der Optionsschein kann vom Titel (der Obligation) getrennt und während einer bestimmten Frist zu einem im voraus festgelegten Preis - je nach den Anteilsbedingungen - in Aktien oder Partizipationsscheine umgetauscht werden.


Paritätisches Organ
Im Rahmen der obligatorischen Vorsorge aus derselben Anzahl Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammengesetztes Organ.

Pensionskasse
Ursprünglich wurde darunter eine Institution verstanden, welche wiederkehrende Leistungen, das heisst Pensionen (Renten) ausrichtet. Heute wird der Ausdruck in der Umgangssprache oft auch für Kassen mit Kapitalleistungen verwendet.

Reglement der Vorsorgeeinrichtung
Das Reglement beschreibt die gesamte Vorsorgetätigkeit oder einen Teil der Vorsorgetätigkeit. Das Reglement legt den Kreis der begünstigten Personen fest, die vorgesehenen Leistungen, die Rechte und Pflichten der begünstigten Personen und die Finanzierung der Leistungen.


Rendite
In Prozenten des investierten Kapitals ausgedrückter Ertrag einer Kapitalanlage. Bei Aktien und Obligationen ergibt sich die Rendite aus dem Verhältnis der Dividende bzw. des Nominalzinses zum Börsenkurs. Bei Wertpapieren spricht man von einer Bruttorendite vor und einer Nettorendite nach Abzug der Quellensteuer, Gebühren etc.


Rentner
Person, die irgend eine Rente bezieht (eidgenössische Versicherung, berufliche Vorsorge, private Rentenverträge, usw.). Zurückgetretene, Invalide, überlebende Ehegatten, Waisen sowie allenfalls andere Berechtigte gehören dem Bestand der Rentner an.


Revisionsbericht
Die Kontrollstelle oder die Revisionsgesellschaft erstellt einen "Revisionsbericht", bzw. "Erläuterungsbericht". Dieser Bericht kommentiert die Posten der Bilanz und der Betriebsrechnung und gibt detailliert Auskunft über die im Laufe der Revision gemachten Feststellungen.


Sammelstiftung
Einer Sammelstiftung können sich beliebige Unternehmungen (meist kleinere Firmen) anschliessen, die aus administrativen Gründen keine eigene Stiftung errichten wollen. Für jede angeschlossene Unternehmung gilt ein eigenes Reglement, besteht ein eigener Kassenvorstand und wird getrennt Rechnung geführt.


Schwankungsreserven
Von der Vorsorgeeinrichtung für die Deckung der Risikoabweichungen bei Kapitalinvestitionen gebildete Reserve.


Sicherheitsfonds
Er richtet Zuschüsse an jene Vorsorgeeinrichtungen aus, die eine ungünstige Altersstruktur aufweisen; er stellt ferner die gesetzlichen Leistungen von zahlungsunfähig gewordenen Vorsorgeeinrichtungen sicher. Seit 1999 fungiert er zusätzlich als Zentralstelle 2. Säule und seit 2002 als Verbindungsstelle im Rahmen der bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union.


Sparkapital
Kapitalisierter Betrag der in einer Vorsorgeeinrichtung für einen Versicherten angesammelten Sparbeiträge.


Überlebender Ehegatte
Ehegatte eines verstorbenen Versicherten (aktiv oder pensioniert). Dieser Ausdruck wird verwendet, wenn Witwer und Witwen unter den gleichen Bedingungen eine Hinterlassenenleistung beanspruchen können. Sind die statutarischen Bedingungen erfüllt, so bezieht der überlebende Ehegatte die Rente bis zu seinem Tod oder allenfalls bis zu einer Wiederverheiratung


Umlaufvermögen (z.B. AHV)
Beim Umlageverfahren wird der jährliche Beitrag periodisch so festgelegt, dass aus ihm die in der entsprechenden Periode anfallenden Vorsorgeleistungen erbracht werden können. Weder die laufenden noch die anwartschaftlichen Ansprüche sind somit durch ein entsprechendes Deckungskapital sichergestellt.


Vermögen
In der buchhalterischen Terminologie bedeutet der Ausdruck "Vermögen" die Werte, über die das Unternehmen oder die betroffenen Vorsorgeeinrichtung verfügen kann, und die im Bezug auf ihre Verfügbarkeitstermine bewertbar sind. Als Vermögen können nur Posten der Aktiven der Bilanz bezeichnet werden.


Versicherungsgericht
Jeder Kanton bezeichnet als kantonale Instanz ein Gericht, das über Streitigkeiten, die sich aus einem Vorsorgeverhältnis ergeben, entscheidet.